Arabica Kaffeebohnen

Arabica-Kaffee ist heute die Kaffeeart mit der größten wirtschaftliche Bedeutung. Der Anteil dieser Sorte am Weltkaffeemarkt liegt zwischen 60 und 70 %. Daneben gibt es noch die Sorte Robusta und einige Arten der Kaffeepflanze mit nur geringer wirtschaftlicher Bedeutung. Die Arabica-Kaffeepflanze stammt ursprünglich aus Äthiopien und wurde im 15. Jahrhundert nach Arabien gebracht, daher auch der Name. Heute existieren rund 50 Unterarten dieser Pflanze, zum Beispiel Caturra oder Typica.
Angebaut wird arabica kaffee heute in den tropischen und subtropischen Gebieten Zentralamerikas und Afrikas, hauptsächlich in Kolumbien, Brasilien, Costa Rica, Guatemala, und Kenia. Die Kaffeepflanzen werden in den subtropischen Gebieten in einer Höhe von 400 bis 850 Metern angebaut und in den tropischen Regionen in 800 bis 2000 Metern Höhe. Deswegen spricht man auch von Hochland- bzw. Bergkaffee. Als besonders hochwertig gelten die Kaffees aus dem kolumbianischen Hochland und aus Kenia.
Die Arabica-Kaffepflanze ist im Gegensatz zur Tieflandsorte Robusta sehr viel empfindlicher und anspruchsvoller, was Klima und Bodenqualität angeht. Sie ist einerseits auf eine bestimmte Niederschlagsmenge angewiesen, eine zu hohe Luftfeuchtigkeit begünstigt jedoch wiederum einen Krankheitsbefall. Kaffee Arabica ist hitzeempfindlich und gedeiht daher nur im gemäßigten Klima des Hochlandes, wo der Anbau und die Ernte mühsamer als im Tiefland sind. Hinzu kommt, dass die Reifezeit des arabica kaffee neun bis elf Monate beträgt, bei der Sorte Robusta sind es nur sechs bis acht Monate. Die Arabica-Pflanze bringt somit einen geringeren Ertrag.
Die Unterschiede zwischen den Kaffeesorten Arabica und Robusta liegen im Aroma und im Koffeeingehalt. Die Robusta-Bohne enthält doppelt so viel Koffein wie Arabica Kaffeebohnen. Arabica hat jedoch das feinere, edlere Aroma. Der Arabica Kaffee reift im Hochland langsamer und kann deswegen mehr Aromastoffe entwickeln. Auch ist er durch die mildere Säure besser verträglich für Menschen mit empfindlichem Magen. Aus diesen Gründen gilt der Arabica-Kaffee als hochwertiger als der Robusta-Kaffee. Allerdings hängt die Qualität nicht nur von der Sorte ab, sondern auch vom Anbaugebiet, vom Transport und von der Röstung.
Die im Handel erhältlichen Kaffeemischungen für den täglichen Verbrauch sind meist Mischungen aus Arabica- und Robusta-Kaffees. Hochwertige Kaffees für Kenner und Genießer bestehen jedoch immer aus 100 % Arabica, mit Ausnahme des Espressos, wo die Beimischung von ca. 30 % eines guten Robusta-Kaffees mitunter erwünscht ist. Auch werden von Kaffeekennern heute oft sortenreine Arabica-Kaffees aus bestimmten Anbaugebieten bevorzugt, da jedes Gebiet einen Kaffee mit spezieller Charakteristik hervorbringt. Dabei geht der Trend zu fair gehandelten Kaffees aus biologischem Anbau.
Die Kaffeekultur in Deutschland wird heute zunehmend durch Coffee-Shops geprägt, die mit einer Vielzahl von Kaffeespezialitäten vor allem ein modernes Lebensgefühl vermitteln und junge Leute ansprechen. Da hier der Genuss und das Geschmackserlebnis im Mittelpunkt stehen, verwenden Coffee-Shops grundsätzlich 100 % Arabica Kaffeebohnen, ganz gleich ob für den „Coffee to go“ oder raffinierte Kaffeespezialitäten.

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