Kaffeebohnen Anbau

Der Siegeszug des Kaffeeanbaus
Kaffee wuchs ursprünglich nur in Afrika, von dort verbreitete er sich nach Asien. Die Europäer kamen in der Türkei zum ersten Mal in den Genuss von Kaffee, von dort begleitete er sie im Zuge der Kolonialisierung in die gesamte Welt. Im 17. Jahrhundert entstanden die ersten Kaffeehäuser in Europa, die ersten Anbauversuche außerhalb Afrikas und Arabiens fanden Ende des Jahrhunderts in Indien statt. Schon ein Jahrhundert später war er eine der meistangebauten Kulturpflanzen in vielen Kolonialgebieten. Er benötigt ein feuchtwarmes Klima, die Anbaugebiete liegen daher in Südamerika, Afrika und Asien. Der größte Kaffeeanbauer ist Brasilien mit einer Anbaumenge von 2,178 Mio. Tonnen im Jahr 2007, bei einer Weltproduktion von über 7 Mio. Tonnen, dahinter folgt seit einigen Jahren Vietnam, das seine Anbauflächen stark ausbaut.
Früher wurde der Kaffee im Schatten von Bäumen angebaut, um den Ertrag zu steigern erfolgt heute meist der Anbau auf freien Flächen, was die Abholzung von Tropenhölzern zur Folge hat.

Der Weg zum Kaffeegenuss

Kaffeebohnen sind eigentlich keine Bohnen, sondern Beeren. Die reifen Früchte färben sich rot, befreit man sie vom Fruchtfleisch erhält man zwei grüne Kerne. Um sie genießbar zu machen müssen sie geröstet werden. Rösttemperatur und Röstdauer haben dabei einen wesentlichen Einfluss auf den Geschmack, dunkle Röstungen schmecken bitterer.
Es gibt mehr als 90 Kaffeearten, aber nur zwei davon haben für den Weltmarkt Bedeutung: Arabica und Robusta haben einen Anteil von 99 % in der Kaffeeproduktion. Arabica gilt als hochwertiger, er ist anspruchsvoller im Anbau, hat aber trotzdem einen Anteil von 70 % an der Produktion, bedingt durch sein volles Aroma und den niedrigeren Koffeingehalt im Vergleich zu Robusta. Die vielen unterschiedlichen Kaffeebohnen im Angebot entstehen nicht durch andere Arten, sondern durch Anbaugebiet, Standort und Röstung. Zu den teuersten Sorten gehört Jamaica Blue Mountain, eine Arabica Sorte die nur auf einer kleinen Anbaufläche in Jamaica angebaut wird und ca. 100 Euro pro Kilo kostet. Die teuerste Sorte ist Kopi Luwak: die Kaffeebohnen von den Philippinen werden von Schleichkatzen gefressen und wieder ausgeschieden. Ein Kilo kostet 800 – 1000 Euro.

Kaffee ist gesund
Der schlechte Ruf von Kaffee hat sich in den letzten Jahren gewandelt. Studien zeigen, dass Kaffee diverse Krankheiten verhindern kann, neben Obst und Gemüse ist er ein wichtiger Lieferant von Antioxidantien. Auch die Aussage, Kaffee würde dem Körper Wasser entziehen, ist mittlerweile widerlegt. Dem Genuss des beliebten Muntermachers steht also nichts im Wege.

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